Die Aufdeckung eines Problems an der Aufzugsanlage ist ohne Temperaturmessung oftmals sehr schwierig. In der Regel kann alleine durch visuelle Betrachtung der technische Zustand von zum Beispiel der Antriebseinheit oder der Steuerung nur unzureichend beurteilt werden.

Durch den Betrieb oder die Einbaubedingungen dieser elektrischen und mechanischen Bauteile kann es zu starker, weit über der Umgebungstemperatur liegender Wärmeentwicklung kommen. Diese Wärmeentwicklung resultiert zumeist auf technische Defekte wie Lagerschäden am Antrieb oder fehlerhafte elektrische Verbindungen und kann zu Bauteilversagen führen. Andere Elemente der Aufzugsanlage werden auch beeinträchtigt. Es kommt zu einer Erhöhten Ausfallwahrscheinlichkeit, einem reduzierten Lebenszyklus und somit zu Folgekosten zu Lasten des Betreibers der Aufzugsanlage.

In Hinblick auf die von der ÖNORM EN 81 geforderten Einsatzgrenzen der Bauteile im Triebwerksraum von 5 bis 40°C können Temperaturerhöhungen Negativfolgen auf die Zuverlässigkeit haben. Liegen beispielsweise die Steuerung oder die Antriebseinheit über dieser Temperatur, müssen diese Sicherheitseinrichtungen zur automatischen Abschaltung mittels Stromunterbrechung haben. Die Aufzugsanlage darf erst nach ausreichender Abkühlung wieder in Betrieb genommen werden.